Oybin mit Burg- und Klosterruine
Am Rande des Zittauer Gebirges, unweit der tschechischen Grenze, liegt Oybin mit seinen für die Region typischen Umgebindehäusern und dem markanten Berg. Ort und Umgebung sind bei Urlaubern, Tagesgästen und Einheimischen gleichermaßen beliebt.
Berühmt ist Oybin vor allem wegen des gleichnamigen Berges mit seiner Burg- und Klosterruine.
Die Ruine, die heute zu den bedeutendsten romanischen und gotischen Bauwerken der Oberlausitz zählt, wurde im 14. Jahrhundert zu einer Wehranlage ausgebaut und diente dem Schutz der Handelswege. Kaiser Karl IV. ließ auf dem Berg das Kaiserhaus errichten und stiftete das Cölestinerkloster.
Im Zuge der Reformation wurde das Kloster aufgelöst; Burg und Kloster verfielen allmählich. 1577 zerstörte ein Blitzschlag große Teile der Anlage, und 1681 beschädigte ein Felssturz Teile der Klosterkirche.
1734 entstand in bäuerlich-barockem Stil die kleine Bergkirche, die fast ganztägig für Gebet, Andacht und stille Einkehr geöffnet ist.
Die Strecke der Schmalspurbahn Zittau–Oybin–Jonsdorf bringt noch heute viele Besucher in den Ort; von hier aus kann man zudem mit dem Zug durch die malerische Landschaft nach Jonsdorf oder Zittau fahren.
Oybin ist zu jeder Jahreszeit und für jedes Alter eine Reise wert.
Foto links: Blick zum Hochwald
Fotos: 2008 - 2024
2024 - Steffen Rudolph