Weihnachtsausstellung Schloßbergmuseum Chemnitz. Spielzeug und Weihnachtsfiguren aus dem Erzgebirge .

Weihnachtsausstellung Schloßbergmuseum Chemnitz

Aus Teig gedrückt.

Spielzeug und Weihnachtsfiguren aus dem Erzgebirge

26. November 2017 bis 21. Januar 2018

In der neuen Weihnachtsausstellung zeigt das Chemnitzer Schloßbergmuseum erzgebirgische Spielzeuge und Figuren aus Papiermaschee.

Besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbreitete sich immer weiter der Weihnachtsbrauch, das Basteln und Aufstellen von Weihnachtsbergen und Pyramiden.

Dabei boten die aus Papiermaschee Masse gefertigten Figuren eine preiswerte Alternative zu den geschnitzten Figuren. So stellte man ab 1818 in Scheibenberg fabrikmäßig naturgetreue bemalte und modellierte und Tiere aus Papiermaschee her.

Friedrich Hermann Lahl (1864) und Max Grummt (1879) gründeten Firmen in Annaberg zur Herstellung von Spiel- und Weihnachtsfiguren aus Papiermaschee.

Spielzeug und weihnachtsfiguren aus dem Erzgebirge

Spielzeug und Weihnachtsfiguren aus dem Erzgebirge

Es entstand ein breites Sortiment von Haustieren und Exoten, Jägern und Jagdtieren, Dorf und Stadtfiguren, Bergaufzüge und Krippenfiguren welches sie anbieten konnten. Um etwa 1900 wurde das Angebot durch eine Vielzahl von Zwergen erweitert.

Heute lassen sich mehr als zwanzig Massefigurenhersteller, für das Erzgebirge nachweisen, meist Familienbetriebe.

In Mildenau werden seit dem Jahr 2000 mit den aufbewahrten Formen von Lahl wieder Figuren in der überlieferten Technik hergestellt.

Weihnachtsausstellung Schlossbergmuseum  Weihnachtsausstellung Schlossbergmuseum Spielzeug und Weihnachtsfiguren aus dem Erzgebirge 
Bauernhofszenen
Figuren verschiedener Hersteller
Anfang 20. Jahrhundert
Figuren der Weihnachtsgeschichte
Firma Lahl um 1930

Weihnachtsausstellung Schlossbergmuseum

Wesentliche Bestandteile dieser Papiermaschee sind Papierbrei, Mehl und Knochenleim. Aber auch weitere Zusätze wie Kreide, Ton oder feines Sägemehl gehören dazu.

Die gut durchgeknetete Masse wurde in zweiteiligen Formen aus Holz, Metall, Schwefel oder Gips gedrückt. Nach dem Trocknen der Figuren verputzte man die Pressnähte und fügte teile wie Arme die abstanden nun hinzu.

Zum Abschluss wurden dann die Figuren noch bemalt.

 

 

Text: J. Lüdtke
Fotos: S. Rudolph